Was war im Kalenderjahr 2019?

Was ist vorwärts gegangen im Jahre 2019 mit der neuen Orgel?

 

Erster Vorentwurf Orgelprospekt

Und wenn’s köstlich gewesen ist, war es Mühe und Arbeit.
Mit Psalm 90/10 lässt sich dieses zweite Jahr des Orgelprojektes für Mariae Himmelfahrt in Weilheim trefflich beschreiben. Der Anfang war gut, wir haben die Entwicklung bis Juli 2019 schon beschrieben (Beitrag vom 05.08.2019). Nachzutragen ist der Einfluss von Jean Guillou, dem am 26.01.2019 verstorbenen Meisterorganisten aus Paris, der den Internationalen Weilheimer Orgelsommer vor zehn Jahren eröffnet hatte. Zusammen mit Kirchenmusiker Jürgen Geiger hat er noch zwei Wochen vor seinem Tod eine anspruchsvolle Disposition entwickelt, die aus der neuen Orgel ein besonderes Instrument machen wird, eine Jean-Guillou-Gedächtnisorgel.
Im Herbst ist es dann auch mit der äußeren Gestalt, dem Orgelprospekt weitergegangen. Mit den ersten Entwürfen sind der Denkmalschutz und das bischöfliche Ordinariat einverstanden. Damit kann man weiterarbeiten.

Wie steht es mit den Finanzen?

Im Jahre 2019 haben vielfältige Aktivitäten größere und kleinere Beiträge zur Orgelfinanzierung erbracht. Nicht von allen, eher von nur wenigen wird hier in Einzelbeiträgen berichtet. Eingerahmt von Silvesterkonzerten mit Anian Schwab, seiner SchwaBrass und Jürgen Geiger sind neben anderen der Windsbacher Knabenchor, die Moskauer Vokalsolisten, der Kirchenchor, das Duo Florian Appel, Klavier, und Wolfgang Mirlach, Gesang, in Weilheim aufgetreten zugunsten der Orgelkasse.
Unterstützung kam von den örtlichen Kreditinstituten, von Rotary und Lions, den Bürgern für Weilheim, dem Katholischen Frauenbund und vielen Einzelpersonen. Vor allem aber die Zusagen hoher fünfstelliger Beträge durch die Stadt Weilheim und die Bayerischen Landesstiftung halfen, die Grenze von zwei Dritteln der Kosten zu überspringen, was für alle weiteren Schritte Voraussetzung war.

Gibt es Probleme?

Ja, Probleme gibt es. Alle Pläne wurden Ende 2019 zunächst über den Haufen geworfen. Denn neue Vorgaben des bischöflichen Ordinariates in Augsburg verhindern, dass der Auftrag zum Orgelneubau erteilt werden kann. Eine geänderte Vergaberichtlinie bestimmt, dass die Finanzierungslücke bei Auftragserteilung nur noch 100.000 Euro betragen darf, plötzlich fehlen also mehr als 200.00 Euro, damit es weitergeht. Was wir brauchen ist ein Sterntaler oder sind mächtige Mäzene, die auch einmal 20, 30 oder 50tausend Euro zustiften können. So beginnt das Jahr 2020 mit einer Enttäuschung. Trotzdem, wir halten es mit Hilde Domin:
Nicht müde werden
sondern dem Wunder
leise
wie einem Vogel
die Hand hinhalten.